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Fragen der IFFFzur Bundestagswahl einen über die Webseite abgeordnetenwatch.de und zum anderen in E-Mails an ausgewählte Kandidatinnen und Kandidaten gestellt: Zur Umsetzung der UN-Resolutionen 1325 und 1820: Beabsichtigen Sie, die Forderungen der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF/WILPF) nach einem Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolutionen 1325 (unter der Maßgabe der 3 Ps: Prävention von Kriegen, Protektion und Partizipation von Frauen) und 1820 im deutschen Bundestag aktiv zu unterstützen, eine ressortübergreifende Zusammenarbeit (AA, BMZ, BMV und BMFSJ) dazu anzuregen und sich dafür einzusetzen, dass das Ziel der Erarbeitung eines Aktionsplans zur Umsetzung der Resolutionen in einem eventuellen Koalitionsvertrag verbindlich verankert wird? Hintergrund: Frauen spielen in den meisten Entscheidungsstrukturen zur Wiederherstellung oder Stabilisierung von Frieden trotz ihres hohen Engagements und ihrer Fähigkeiten sowie ihrer besonderen Betroffenheit von Gewaltübergriffen eine nur untergeordnete Rolle. Es ist daher unverzichtbar:
Im Vorfeld der Bundestagswahlen fordert die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit/ IFFF/ WILPF (www.wilpf.de) alle politischen Parteien und VerantwortungsträgerInnen auf, in einem Gesamtkonzept die Stärkung der Frauen und ihre politische Teilhabe zu verankern. Dazu zeigt die Resolution 1325 vom Oktober 2000 einen umfassenderen Weg auf: Frauen haben danach als wichtige Schlüsselpersonen bei Konfliktprävention, -lösung und Friedenskonsolidierung eine besondere Rolle. Die Teilhabe von Frauen an allen gesellschaftlichen Entscheidungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen ist der sicherere Weg zu Verhinderung sexualisierter Gewalt. Ein nationaler Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolutionen 1325 und 1820 bietet zudem die Chance, konkrete Zeitvorgaben und Quoten für verschiedene Bereiche und Maßnahmen zu formulieren. Aus Sicht der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF/WILPF, die u.a. im Frauensicherheitsrat in Deutschland/FSR (siehe unter: http://www.un1325.de/ - Schattenbericht zum Bericht der Bundesregierung zu Maßnahmen zur Umsetzung der Res.1325) und im Forum Menschenrechte (siehe unter: www.forum-menschenrechte.de - Forderungskatalog mit zur BT-Wahl 2009, Punkt 6.1.) vertreten ist, sowie aus Sicht vieler anderer internationaler Frauenorganisationen ist es höchste Zeit, dass die Resolution national wie international aus Absichtserklärungen und Lippenbekenntnisse herauskommt und messbare Ziele formuliert werden. Der politische Wille zur Umsetzung in Nationale Aktionspläne - den Dänemark, Großbritannien, Island, Kanada, die Niederlande, Norwegen, Österreich, die Schweiz und Spanien umgesetzt haben - muss nun konkretisiert werden und Eingang in einen künftigen Koalitionsvertrag finden. Erst wenn die in der UN-Resolution 1325 ausformulierten Rechte von Frauen tatsächlich angewendet werden, besteht eine Chance, dass Konflikte bereits im Vorfeld verhindert oder nachhaltig und friedlich gelöst werden. Ein eigenständiger nationaler Aktionsplan in Kombination mit integrativen Maßnahmen zur Umsetzung der Resolution 1325 kann:
Für die Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans zur effektiven Umsetzung der Resolution 1325 ist es wichtig, dass dieser:
Die UN-Resolution 1820 von 2008 ist weder ein Garant für die Sicherheit von Frauen noch für die Veränderung von Gesellschaften. Sie ist aber sicher ein weiteres Werkzeug bei der Bekämpfung sexualisierter Gewalt, das sich auf Zivilgesellschaft und Militär, auf Polizei, Justiz und Bildungseinrichtungen, auf lokale Gemeinschaften und auf internationale Politik richten muss, wenn sexualisierte Gewalt ein Ende finden soll. - - - - - - - Außerdem haben wir im Namen der IFFF folgenden Brief an die Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, geschrieben: PDF http://www.wilpf.de/cms/upload/pdf/Ministerin1325.pdf .
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